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SOLon – Vertikales Photovoltaik-System für Gründächer

  • 2. Mai 2025
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 6. Feb.

SOLon ist ein vertikales Photovoltaik-System, das speziell für den Einsatz auf Gründächern entwickelt wurde. Das System ermöglicht die technisch und regulatorisch konforme Kombination aus Dachbegrünung und Solarstromerzeugung auf derselben Fläche.

Insbesondere bei kommunalen Bauprojekten, gewerblichen Neubauten und ESG-konformen Immobilien gewinnt die Doppelnutzung von Dachflächen zunehmend an Bedeutung. SOLon adressiert diese Anforderungen durch eine vertikale Modularchitektur, die Vegetation, Wasserführung, Wartung und Statik integrativ berücksichtigt.


Gründachanlage mit Solarmodulen auf Häusern in ländlicher Umgebung

1. Kann man Photovoltaik auf einem Gründach installieren?

Ja, Photovoltaik kann auf einem Gründach installiert werden, sofern PV-System und Dachbegrünung konstruktiv aufeinander abgestimmt sind.

Ein Gründach mit Photovoltaik gilt als Nutzdach und erfordert daher eine integrale Planung in Bezug auf:

  • Statik und Lastreserven

  • Vegetationsaufbau

  • Entwässerung und Retention

  • Brandschutz

  • Wartungszugänge

Standard-Flachdachsysteme sind nicht automatisch geeignet. Speziell entwickelte Solar-Gründachsysteme gewährleisten eine langfristig funktionsfähige Kombination aus Stromerzeugung und Begrünung.


2. Ist ein Gründach mit Photovoltaik erlaubt?

Ja, Gründächer mit Photovoltaik sind rechtlich zulässig und werden in vielen Kommunen aktiv gefördert oder planerisch bevorzugt.

Relevante regulatorische Grundlagen sind u. a.:

  • Landesbauordnungen

  • Dachrichtlinien

  • Brandschutzvorgaben

  • Statik-Nachweise

  • Entwässerungskonzepte


Fachliche Orientierung bieten Verbände wie der Bundesverband GebäudeGrün (BuGG). Ein Verbot existiert nicht – entscheidend ist die fachgerechte Planung.


3. Was ist ein Solar-Gründach?

Ein Solar-Gründach bezeichnet die integrierte Nutzung einer Dachfläche für:

  • Dachbegrünung (ökologische Funktion)

  • Photovoltaik (Energieerzeugung)

Im Gegensatz zur Flächentrennung („halb PV, halb Begrünung“) wird das Dach als Gesamtsystem konzipiert. Solar-Gründächer gelten als besonders nachhaltige Lösung für urbane Gebäude, Gewerbeimmobilien und kommunale Infrastruktur.


4. Welche Vorteile hat Photovoltaik auf einem Gründach?

Die Kombination aus Photovoltaik und Dachbegrünung erzeugt ökologische und energetische Synergien:

  • CO₂-freie Stromproduktion

  • Gebäudekühlung durch Verdunstung

  • Regenwasserrückhalt

  • Schutz der Dachabdichtung

  • Verlängerte Dachlebensdauer

Studien zeigen zudem, dass die Kühlwirkung eines Gründachs die Modultemperatur reduziert und damit den PV-Wirkungsgrad stabilisieren kann.


5. Welche Photovoltaik-Systeme eignen sich für Gründächer?

Geeignet sind speziell entwickelte Solar-Gründachsysteme mit folgenden Eigenschaften:

  • Ballastierte Konstruktion ohne Dachdurchdringung

  • Definierte Vegetationsabstände

  • Wartungsfreundliche Modulpositionierung

  • Statik-optimierte Lastverteilung

Konventionelle aufgeständerte Systeme sind einsetzbar, erfordern jedoch erhöhte Planungs- und Pflegeaufwände. Vertikale PV-Systeme gelten konstruktiv als besonders gründachkompatibel.


6. Ist vertikale Photovoltaik für Gründächer sinnvoll?

Ja, vertikale Photovoltaik ist für Gründächer besonders geeignet.

Vorteile:

  • Keine Verschattung der Vegetation

  • Gleichmäßiges Pflanzenwachstum

  • Freie Wartungswege

  • Kein Bewuchs an Modulflächen

Zusätzlich erzeugt vertikale PV ein Ost-West-Ertragsprofil, das Vorteile für Eigenverbrauch, Lastverteilung und Netzdienlichkeit bietet – insbesondere in urbanen Energieinfrastrukturen.


7. Was ist der Unterschied zwischen konventioneller und vertikaler PV auf Gründächern?

Konventionelle Systeme:

  • Schräge Aufständerung

  • Verschattung der Begrünung

  • Ungleichmäßige Feuchteverteilung

  • Höherer Pflegeaufwand

Vertikale Systeme:

  • Senkrechte Modulstellung

  • Gleichmäßige Dachbelichtung

  • Klare Trennung von Vegetation und PV

  • Höhere Planungssicherheit

Vertikale Photovoltaik reduziert systemisch gründachspezifische Risiken.


8. Kann die Begrünung PV-Module verschatten?

Ja. Pflanzenbewuchs ist eines der häufigsten Ertragsrisiken bei ungeeigneten Systemen.

Probleme entstehen durch:

  • Hochwachsende Vegetation

  • Ungenügende Modulabstände

  • Fehlende Wartung

Professionelle Solar-Gründachsysteme vermeiden dies durch konstruktive Trennung oder vertikale Modularchitekturen.


9. Beeinflusst ein Gründach den Ertrag einer Photovoltaikanlage?

Ein Gründach kann den PV-Ertrag positiv beeinflussen.

Grund:

  • Verdunstungskühlung senkt Umgebungstemperatur

  • Geringere thermische Modulbelastung

  • Stabilerer Wirkungsgrad im Sommer

Voraussetzung ist jedoch eine verschattungsfreie Systemplanung.


10. Welche statischen Anforderungen gelten für PV auf Gründächern?

Solar-Gründächer erfordern zwingend eine statische Prüfung.

Zu berücksichtigen sind:

  • Substratgewicht

  • Vegetationslast

  • Wassersättigung

  • Schnee- und Windlast

  • PV-Ballastierung

Nachweise erfolgen projektspezifisch, z. B. gemäß DIN EN 1991-1-4.


11. Welche Vorschriften und Richtlinien gelten für Gründach-Solar?

In Deutschland gelten keine speziellen Gesetze ausschließlich für Solar-Gründächer, jedoch klare fachliche Leitlinien. Besonders relevant sind die Richtlinien des Bundesverbands GebäudeGrün (BuGG) und des Zentralverbands des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH). Sie empfehlen ausreichende Abstände, keine Dachpenetration, frühzeitige Gewerke-Abstimmung und geeignete Vegetation. In Österreich regelt die ÖNORM L 1131 Solar-Gründächer explizit.



12. Für welche Gründächer ist das SOLon-System geeignet?

Das SOLon-System wurde speziell für extensive und semi-intensive Gründächer entwickelt.

Systemmerkmale:

  • Vertikale Modulaufständerung

  • Definierter Bodenabstand

  • Ballastierte, dachschonende Konstruktion

  • Statikgeprüfte Systemarchitektur

Einsatzbereiche:

  • Kommunale Gebäude

  • Gewerbedächer

  • Urbane Neubauten

  • ESG-Projektentwicklungen

SOLon ermöglicht eine planungssichere Verbindung aus Solarstromproduktion und Dachbegrünung – ohne funktionale Nutzungskonflikte.


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