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Neigungswinkelbonus in der Schweiz: Vertikale PV und Gründach‑Lösungen von SOLYCO

  • vor 2 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit

Einleitung: Warum der Neigungswinkelbonus jetzt wichtig ist

Die Schweiz will mehr Winterstrom aus Photovoltaik erzeugen. Klassische Dachanlagen liefern ihre höchsten Erträge im Sommer, während der Strombedarf in der Heizperiode besonders hoch ist. Der Neigungswinkelbonus setzt genau hier an: Er fördert steil montierte und vertikale PV‑Anlagen, die im Winter deutlich mehr Energie produzieren.

Neigungswinkelbonus in der Schweiz: Überblick über Einmalvergütung und Zusatzboni für steil montierte und vertikale PV‑Anlagen, inklusive Winterstrom‑ und Parkflächenbonus.
Neigungswinkelbonus in der Schweiz: Überblick über Einmalvergütung und Zusatzboni für steil montierte und vertikale PV‑Anlagen, inklusive Winterstrom‑ und Parkflächenbonus.

Für Eigentümer von Gewerbe‑ und Industriegebäuden mit Flach‑ oder Gründächern eröffnet sich dadurch eine spannende Chance: Mit der richtigen Montagelösung lassen sich ökologische Vorteile, attraktive Förderungen (Förder-Rechner Schweiz) und eine hohe Winterstromproduktion kombinieren.


Was ist der Neigungswinkelbonus?

Der Neigungswinkelbonus ist ein zusätzlicher Förderbeitrag innerhalb der schweizerischen Einmalvergütung für Photovoltaikanlagen. Er wird für jene Anlagenteile gewährt, deren PV‑Module mit einer Neigung von mindestens 75 Grad installiert sind. Typische Beispiele dafür sind:

  • vertikale PV‑Fassaden

  • steil aufgeständerte PV‑Module auf Flachdächern

  • vertikale Modulreihen an Dachrändern oder Brüstungen


Der Hintergrund ist einfach: Steile und vertikale PV‑Module nutzen die tief stehende Wintersonne besser und werden seltener von Schnee bedeckt. Dadurch verschiebt sich ein wesentlicher Teil der Jahresproduktion in den Winter – genau dann, wenn Strom besonders wertvoll ist.


Vorteile vertikaler PV mit Neigungswinkelbonus

Vertikale PV galt lange als Nischenlösung. In Kombination mit dem Neigungswinkelbonus und steigenden Strompreisen wird sie für viele Gebäude zur wirtschaftlich interessanten Option.

Wesentliche Vorteile auf einen Blick:

  • Mehr Winterstrom: Vertikale PV‑Module erzielen einen überdurchschnittlich hohen Ertrag in der Heizperiode.

  • Weniger Schneeprobleme: Die steile Neigung verhindert Schneelasten und Ertragsausfälle durch bedeckte Module.

  • Zusätzliche Flächen: Fassaden, Brüstungen und Dachkanten können zur Stromproduktion genutzt werden.

  • Attraktive Förderung: Der Neigungswinkelbonus verbessert die Wirtschaftlichkeit von steilen und vertikalen Anlagenteilen.


Gerade für Betriebe mit hohem Winterstrombedarf – z.B. Gewerbe, Logistik, Industrie oder Kühlhäuser – kann eine Kombination aus klassischer Dach‑PV und vertikaler PV optimal sein.


So funktioniert der Neigungswinkelbonus in der Praxis

Die Basis der PV‑Förderung in der Schweiz ist die Einmalvergütung. Auf diese Grundförderung können verschiedene Boni aufgesetzt werden – einer davon ist der Neigungswinkelbonus.

Für die Planung bedeutet das:

  1. Anlage aufteilen: Die PV‑Anlage wird in Anlagenteile mit unterschiedlichen Neigungen unterteilt (z.B. Flachdach 15°, Gründach‑PV 75°).

  2. Grenzwert prüfen: Alle Anlagenteile mit einer Neigung von mindestens 75 Grad sind potenziell förderberechtigt für den Neigungswinkelbonus.

  3. Förderung berechnen: Einmalvergütung plus Neigungswinkelbonus für den steilen/vertikalen Anlagenteil, ggf. zusätzlich Winterstrom‑ oder Parkflächenbonus.

  4. Unterlagen einreichen: Anmeldung der Anlage bei der zuständigen Stelle, inklusive Angabe der Neigung und Leistung der einzelnen Anlagenteile.


Vertikale PV auf Flach- und Gründächern

Viele gewerbliche Gebäude verfügen über große Flachdächer, oft mit Begrünung. Diese Dächer bieten ein enormes Potenzial für vertikale PV in Kombination mit dem Neigungswinkelbonus – stellen aber auch besondere Anforderungen:

  • Die Dachbegrünung soll erhalten bleiben und weiter funktionieren.

  • Zusätzliche Lasten müssen statisch unkritisch sein.

  • Pflege‑ und Wartungswege müssen zugänglich bleiben.


Hier setzen spezialisierte Gründach‑PV‑Systeme an, die eine schonende Installation von vertikalen oder steilen PV‑Modulen ermöglichen. Durch eine ballastierte Konstruktion ohne Durchdringung der Dachabdichtung bleiben die Funktionen des Gründachs erhalten, während zusätzliche Modulflächen gewonnen werden.


SOLYCO SOLon: Gründach‑PV mit vertikaler Modulaufstellung

Mit dem Gründach‑PV‑System SOLon bietet SOLYCO eine Lösung, die speziell für begrünte Flachdächer entwickelt wurde. Ziel ist es, Gründach, vertikale PV und Neigungswinkelbonus optimal zu kombinieren.


Vorteile von SOLon für Gründächer + vertikale PV + Neigungswinkelbonus

  • Neigungswinkelbonus‑sicher: Vertikale Aufstellung (nahezu 90°, definitiv ≥ 75°) maximiert Förderung (+10–30% auf EIV).

  • Gründach 100% erhalten: Vegetationsschicht unberührt, Biodiversität/Mikroklima bleiben – keine Einschränkung ökologischer Funktionen.

  • Dachschonend: Ballastierte Montage (12 kg/m²), keine Durchdringung der Abdichtung, Retrofit/Neubau geeignet.

  • Hoher Winterstrom-Effekt Bifaziale Doppelglasmodule erzeugen beidseitig Strom, optimiert für tiefe Wintersonne + Winterstrombonus (≥ 500 kWh/kW).

  • Leicht & stabil: 100 Wp/m² Dachfläche, Windlastzonen 1–4, bis 10° Dachneigung, Druckbelastung 1000 Pa.


Fazit: Neigungswinkelbonus gezielt für vertikale PV nutzen

Der Neigungswinkelbonus zeigt, wie stark die Schweiz auf winteroptimierte Photovoltaik setzt. Für Eigentümer von Gewerbe‑ und Industriegebäuden mit Flach- oder Gründächern bietet er eine konkrete Chance: Durch vertikale PV und steile Modulaufstellung lassen sich Winterstromproduktion, Fördergelder und ökologische Vorteile intelligent kombinieren.

Mit dem Gründach‑PV‑System SOLon stellt SOLYCO eine technische Lösung bereit, die speziell auf diese Anforderungen zugeschnitten ist – von der statischen Konzeption über die dachschonende Montage bis zur optimalen Ausrichtung für den Neigungswinkelbonus.

 
 
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